Rettet das Reittherapeutische Zentrum Paderborn

Das  Reittherapeutische  Zentrum  Paderborn  (RTZ)  ist eine  private, ambulante  Einrichtung  der  Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe. Es  bietet  Maßnahmen  zur  Förderung  motorischer,  kognitiver,  psychischer und  sozialer  Fähigkeiten  sowie  der  Sinneswahrnehmung  von  Menschen  jeder  Altersstufe,  um drohende Behinderungen zu vermeiden und bestehende Behinderungen zu mildern.
Überzeugt von der Wirksamkeit tiergestützter Interventionen bewarb ich mich im Jahre 2015 um eine Stelle als Honorarkraft. Ich lernte im Laufe der Jahre viele tolle Menschen kennen und durfte die Wirkung der Pferde auf die uns anvertrauten Klienten hautnah erleben.
Im Jahr 2017 übernahm ich die Leitung des RTZs um ein Fortbestehen des Betriebes zu sichern. Es war eine tolle aber auch sehr schwierige Zeit, da ich völliges Neuland betreten hatte, was betriebswirtschaftliche Dinge betraf. Ich arbeite 25 Stunden wöchentlich in einer psychiatrischen Einrichtung, um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren und mir meinen Traumberuf in der Reittherapie zu ermöglichen.
Im Laufe der Zeit gingen einige Therapiepferde in Rente und dürfen nun bei uns oder in einem neuen liebevollen Zuhause ihre Zeit genießen. Um unsere Klienten auch weiterhin versorgen zu können, kaufte ich im letzten Jahr unsere neuen Kollegen Blue und Sunny. Dafür ging ich in Vorleistung und erfuhr ein großes Maß an Unterstützung durch Klienten, Freunde und Bekannte. Ich hoffte, dass sich die finanzielle Situation nun stabilisieren würde. Wir bekamen neue Kunden und es schien nun endlich alles gut zu werden.
Allerding währte diese Annahme nur kurz. Ende letzten Jahres erkrankte eins unserer zuverlässigsten Therapiepferde schwer und musste nach zwei Tagen Klinik eingeschläfert werden. Drei Wochen später starb ein zweites Pferd. Abgesehen von der Trauer um diese wunderbaren Tiere kamen Tierarztkosten in Höhe von ca. 2500 € auf uns zu. Auch dies schafften wir irgendwie. Eine liebe Bekannte hat uns sogar ihr Pony entgeltlos zur Verfügung gestellt, damit wir unsere Arbeit fortsetzen können. Als wir nun dachten, endlich durchatmen zu können kam das Corona-Virus. Noch ehe wir begriffen hatten, dass es nicht “irgendwo in Asien” wütet sondern sich auch bis zu uns verbreitet hat, mussten wir vor einer Woche unseren Betrieb einstellen und somit auf einen erheblichen Teil der Einnahmen verzichten. Das macht große Angst, denn unsere acht Therapiepferde und die drei Rentner haben weiterhin Hunger und möchten ihr Zuhause nicht verlieren. In dieser Woche kommt die nächste Heulieferung…. Um die Versorgung der Tiere sicher zu stellen ist es notwendig, dass unsere Mitarbeiter im Stall (ein Angestellter und zwei Minijobber) weiterhin beschäftigt werden.
Die nächsten Wochen und Monate werden eine große Herausforderung für uns alle sein. Ich wünsche es mir so sehr, dass wir dieses kleine Paradies weiter bestehen lassen können, um auch nach der Krise den Klienten ein Stück heile Welt bieten zu können.
Mit dem Geld würde ich das Futter für die Pferde und einen Teil der Pacht für die nächsten drei Monate finanzieren können.
Eure Unterstützung würde vielen Menschen aus der Region helfen, den Ort der Ruhe, der Freude und der Begegnung mit dem Pferd zu erhalten, den sie dringend benötigen um psychisch oder physisch gesund zu werden oder zu bleiben.
Ich danke all meinen Klienten und deren Angehörigen für ihre Loyalität und euch danke ich im  Voraus für Eure Hilfe und Unterstützung!

Bleibt gesund!

Herzliche Grüße
Jana Höner

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Beschreibung

Das  Reittherapeutische  Zentrum  Paderborn  (RTZ)  ist eine  private, ambulante  Einrichtung  der  Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe. Es  bietet  Maßnahmen  zur  Förderung  motorischer,  kognitiver,  psychischer und  sozialer  Fähigkeiten  sowie  der  Sinneswahrnehmung  von  Menschen  jeder  Altersstufe,  um drohende Behinderungen zu vermeiden und bestehende Behinderungen zu mildern.
Überzeugt von der Wirksamkeit tiergestützter Interventionen bewarb ich mich im Jahre 2015 um eine Stelle als Honorarkraft. Ich lernte im Laufe der Jahre viele tolle Menschen kennen und durfte die Wirkung der Pferde auf die uns anvertrauten Klienten hautnah erleben.
Im Jahr 2017 übernahm ich die Leitung des RTZs um ein Fortbestehen des Betriebes zu sichern. Es war eine tolle aber auch sehr schwierige Zeit, da ich völliges Neuland betreten hatte, was betriebswirtschaftliche Dinge betraf. Ich arbeite 25 Stunden wöchentlich in einer psychiatrischen Einrichtung, um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren und mir meinen Traumberuf in der Reittherapie zu ermöglichen.